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Das Heizkraftwerk Lienz I und II

Technik vom Heizkraftwerk Lienz I und II
Die beiden Heizkraftwerke Lienz I und Lienz II erzeugen durch Verbrennung von biogenen Energieträgern (wie Hackgut, Rinde, Sägespäne) auf Basis einer Kraft-Wärmekopplung Wärme und Strom zugleich. Das Heizkraftwerk Lienz I wurde im Jahr 2001 errichtet und besteht im Wesentlichen aus zwei Biomassekesselanlagen, einem ORC-Prozess, der Solaranlage, der Rauchgasreinigungsanlage und den zwei Ölkesseln. Die zwei Biomassefeuerungen - ein Warmwasserkessel mit 7 MW und ein Thermoölkessel mit 6 MW Nennleistung - stellen das Herz der Anlage dar. Der Thermoölkessel liefert den Input für den ORC-Prozess mit einer elektrischen Nennleistung von 1 MW. Die Solaranlage mit 630 m2 Kollektorfläche ermöglicht zusätzlich die Nutzung der Strahlungswärme der Sonne zur Wärmeproduktion. Zwei mit Heizöl Extraleicht befeuerte 11-MW-Ölkessel dienen zur Spitzenlastabdeckung und als Ausfallsreserve für die Gesamtanlage. Mit den beiden Ölkesseln werden im Regelbetrieb weniger als 5 % der gesamten thermischen Energie erzeugt.

Die Rauchgasreinigung erfolgt in einer ersten Stufe durch einen Multizyklon, der jeder Biomassefeuerung nachgeschaltet ist, und in einer zweiten Stufe durch eine gemeinsame Rauchgasreinigungsanlage inklusive Rauchgasentschwadung.

Solaranlage Stadtwärme Lienz
Ausgezeichnete Solaranlage
Aufgrund der großen Nachfrage nach umweltfreundlicher Fernwärme wurde im Jahr 2005 das Heizkraftwerk Lienz II errichtet. Dieses besteht im Wesentlichen aus einer Biomassekesselanlage, einem ORC-Prozess, der Rauchgasreinigungsanlage mit integrierter Rauchgasentschwadung, der Rundholzverhackung mit automatischer Brennstoffbeschickung und einem Pufferspeicher.

Die Biomassefeuerung mit aufgesetztem Thermoölkessel von 8,7 MW Nennleistung liefert den Input für den ORC-Prozess II mit einer elektrischen Nennleistung von 1,5 MW. Die Rauchgasreinigung erfolgt durch einen Multizyklon, einen Elektrofilter und einer nachgeschalteten Rauchgaskondensationsanlage.

Durch den Einsatz des Pufferspeichers mit einem Volumen von 400 m3 können Lastspitzen aus dem Fernwärmenetz abgefangen werden, wodurch sich sowohl ein gleichmäßigerer Betrieb der Biomassefeuerungen ergibt, als auch der Einsatz von Heizöl Extraleicht zur Spitzenlastabdeckung weiter reduziert werden kann.

Die Nachfrage nach umweltfreundlicher Heizenergie (Fernwärme) hält weiterhin ungebrochen an, sodass bereits Vorplanungen für ein weiteres Heizwerk Lienz III laufen.